Die Richtlinie 96/62/EG des Rates vom 27. September 1996 (Amtsblatt Nr. L 296 vom 21.11.1996, S. 55-63) ist Grundlage für die europaweit einheitliche Beurteilung und Kontrolle der Luftqualität.
Sie legt fest, dass für die Schadstoffe Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Feinpartikel, Schwebstaub, Blei und Ozon (Anfangsphase) sowie Benzol, Kohlenmonoxid, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK - Leitsubstanz Benzo(a)pyren), Cadmium, Arsen, Nickel und Quecksilber durch die Kommission Vorschriften erarbeitet werden. Flächendeckend sind für das Gebiet der Gemeinschaft einheitliche Grenzwerte (ggf. verbunden mit Toleranzmargen), Zielwerte, Langfristziele oder Alarmschwellen festzulegen.
- Luftqualitätsziele für die Mitgliedsstaaten werden definiert und festgelegt. Alle Bemühungen müssen der Vermeidung, Verhütung oder Verringerung schädlicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt insgesamt dienen.
- In den Mitgliedsstaaten werden einheitliche Methoden und Kriterien zur Beurteilung der Luftqualität festgelegt.
- Sachdienliche Informationen werden über die Luftqualität bereitgestellt. Die Öffentlichkeit wird u. a. anhand von Alarmschwellen unterrichtet.
- Vorhandene gute Luftqualität soll erhalten oder, wenn dies nicht der Fall ist, verbessert werden.
- der Bekanntmachung vom 1.10.1998, Bundesanzeiger, S. 15126.
- dem Siebten Gesetz zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vom 11.9.2002, BGBl. I S. 3622.
- der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft) vom 11.09.2002.
- der 33. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung zur Verminderung von Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen) vom 13.07.2004.
Tochterrichtlinien legen detailliert Grenzwerte und Alarmstufen für die verschiedenen Schadstoffe fest.
- 1. Tochterrichtlinie über Grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickoxid und Stickstoffoxide, Partikel und Blei in der Luft-Richtlinie 1999/30/EG des Rates vom 22. April 1999, Amtsblatt Nr. L 163 vom 29.06.1999, S. 41-60.
- 2. Tochterrichtlinie über Grenzwerte für Benzol und Kohlenmonoxid in der Luft-Richtlinie 2000/69/EG des Rates vom 16. November 2000, Amtsblatt Nr. L 313 vom 13.12.2000, S. 12-21.
- 3. Tochterrichtlinie über den Ozongehalt der Luft-Richtlinie 2002/3/EG des Rates vom 12.02.2002, Amtsblatt Nr. L 67 vom 09.03.2002, S. 14-30.
- 4. Tochterrichtlinie über Arsen, Kadmium, Quecksilber, Nickel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in der Luft-Richtlinie 2004/107/EG des Rates vom 15. Dezember 2004, Amtsblatt L 23 vom 26.01.2005, S. 3-16.
